Planungssicherheit für Auslandsschulen

Grundschule Bild vergrößern Schulunterricht, Grundschule (© picture-alliance / Sven Simon) Die insgesamt 141 Deutschen Auslandsschulen in der Welt sind Orte der Begegnung und des interkulturellen Austausches. In Ländern von Ägypten bis Venezuela vermitteln sie deutsche Sprache und Kultur und sorgen damit auch für ein positives Deutschlandbild. Erstmals bekommen sie nun einen Förderanspruch und damit mehr Planungssicherheit für ihre Arbeit. Dies hat das Bundeskabinett bei seiner Sitzung am 20. März 2013 beschlossen. 

Das Auswärtige Amt hat das Gesetz für die Deutschen Auslandsschulen gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz der Länder auf den Weg gebracht. Die Bundesregierung will damit die Planungssicherheit für die Deutschen Auslandsschulen und deren Schülerinnen und Schüler erhöhen. Gleichzeitig will sie Schulen, die sich wirtschaftlich und zukunftsorientiert verhalten, besser fördern. Der Deutsche Bundestag muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen. 

Mit dem heute beschlossenen Gesetz wird die Förderung der Deutschen Auslandsschulen zukunftssicher und ihrer Bedeutung angemessen gestaltet. Schulen, deren Betrieb das nötige Maß an Stabilität, Kontinuität und Qualität erreicht hat, erhalten künftig ihre Förderung nicht mehr in Form einer freiwilligen Leistung des Bundes, sondern auf Basis eines gesetzlichen Anspruchs.

Optimale Vorbereitung für das Studieren und Arbeiten in Deutschland 

Die für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zuständige Staatsministerin im Humboldt Universität in Berlin Bild vergrößern Humboldt Universität in Berlin (© dpa) Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, hat sich besonders für das neue Auslandschulgesetz stark gemacht. Sie spricht von einer historischen Wende für das Auslandsschulwesen und betont: Die obersten Ziele lauten Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Eine Schule muss über ein einzelnes Haushaltsjahr hinaus planen können. Ich bin sicher, dass das Gesetz nicht nur den Schulen und ihren Schülerinnen und Schülern zugutekommen, sondern langfristig auch den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. 

Denn: Die Deutschen Auslandsschulen bereiten Schülerinnen und Schüler im Ausland optimal auf einen Studien- oder Arbeitsaufenthalt in Deutschland vor. So tragen sie erheblich zur Gewinnung hochqualifizierter Studierender und Fachkräfte für Deutschland bei. Gleichzeitig bieten sie Kindern von Deutschen, die sich beruflich im Ausland befinden, die Möglichkeit eines deutschen schulischen Bildungswegs. Das ist besonders für deutsche Unternehmen mit Standorten im Ausland wichtig. 

Weltweit gibt es 141 Deutsche Auslandsschulen in 71 Ländern. Sie werden von rund 21.000 deutschen und 58.000 nichtdeutschen Schülerinnen und Schülern besucht. Private Trägervereine leiten die Deutschen Auslandschulen, die zu 70 Prozent aus Eigenmitteln (Spenden, Schulgeldern) finanziert werden. Aus dem Schulfonds und dem Baufonds des Auswärtigen Amts kommen weitere Mittel in Höhe von jährlich über 160 Millionen Euro. 

Zusätzlich zu den 140 Deutschen Auslandsschulen fördert das Auswärtige Amt aktuell 870 Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz an Schulen der Gastgeberländer weltweit anbieten. 2011 wurden an den DSD-Schulen 311.700 Schülerinnen und Schüler in Deutsch unterrichtet.

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